taz - die tageszeitung | 20.07.2013 | Reportage

Frau Petry und die Konservativen

Wer ist und was will die AfD?

Frauke Petry lächelt in sich hinein. Sie lächelt, als der Redner neben ihr auf dem Podium ruft, "Europa" stehe heute für "Enttäuschung, Empörung und Entfremdung". Sie lächelt, als der Publizist Konrad Adam sagt, eine "neue deutsche Sprachpolizei" zwinge die Bürger dazu, "die Dinge beim falschen Namen zu nennen". Und sie lächelt, als zum Schluss die 1.300 Männer und Frauen vor ihr aufstehen, im Takt klatschen und singen: "Jetzt geht's los!"

Mitte April, der Gründungsparteitag der "Alternative für Deutschland" in Berlin. Frauke Petry und ihre Mitstreiter wollen sich als Bewegung formieren. Auf 15.000 Mitglieder ist die AfD seitdem gewachsen, es werden täglich mehr. Wer sind diese neuen Konservativen? Was treibt sie an?

Die Suche nach Antworten beginnt auf diesem Parteitag. Denn hier wählen die AfDler den Ökonomieprofessor Bernd Lucke, den Publizisten Adam und Petry zu ihren Sprechern. Ausgerechnet Frauke Petry.

Die AfD gilt als Partei älterer Westler, die der alten Bundesrepublik nachtrauern. Fünf von sechs Mitgliedern sind Männer. Führen aber soll sie auch eine 37-Jährige aus dem Osten. Eine kleine, schmale Frau, die beim sonntäglichen Orgelspiel entspannt. Eine Unternehmerin mit eigener kleiner Chemiefirma, vier Kindern, steiler Karriere - in einer Partei, die mit ihr fremdelt. Eine Frau, die stets freundlich ist und gerade deshalb unnahbar wirkt. Frauke Petry ist eine Art Ursula von der Leyen der AfD.

Wer sie auf ihren Reisen durch die neue Partei begleitet, der trifft auf engagierte Ex-Richter und wirre Islamgegner, westdeutsche D-Mark- und ostdeutsche Wende-Nostalgiker. Es ist eine Reise durchs konservative Deutschland im Jahr 2013.

Berlin im Mai. Als Petry das Café in Mitte betritt, ist sie in Eile. Aber das, so wird sich zeigen, ist sie eigentlich immer. Grauer Hosenanzug, Handy am Ohr, ein Parteimitglied wartet draußen im Jaguar. Er kutschiert sie mit seiner Limousine durch die Hauptstadt. Nicht übel für eine Partei, die gerade ihre Parteizentrale einrichtet. Am selben Tag erscheint eine Umfrage: Die Zustimmung zur EU ist in acht Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, drastisch gesunken: von durchschnittlich 60 auf 45 Prozent binnen eines Jahres. Schlechte Zeiten für Europa sind gute Zeiten für die AfD.

"Das ist eine Politik ohne Volk", sagt Petry. "Das hatten wir schon mal." Im Osten höre sie oft den Satz: "Für das, was wir jetzt haben, sind wir 89 nicht auf die Straße gegangen." Sie sei ja für ein demokratisches Europa, für den gemeinsamen Binnenmarkt. Aber heute sei das eine "EU-Diktatur".

Petry redet schnell und viel, aber immer konzentriert. Sie sieht die Menschen an, die ihr zuhören. Es ist, als hätte sie lange auf die Möglichkeit gewartet, endlich ihren Frust in Aktivität umzuwandeln.

Die Abschaffung des Euro ist für Petry nicht das wichtigste Ziel. Ihr geht es um mehr, um ihr Verständnis von Demokratie.

Ihr Vater wollte schon seit den 70ern die DDR verlassen. Anfang 1989 kam er von einer Westreise nicht zurück. Kurz vor der Wende folgte die Familie aus Brandenburg ins Ruhrgebiet. "Im Osten war Kirche eine Zuflucht", sagt die Protestantin. "In Dortmund war es dann ganz normal, zur Konfirmation zu gehen. Aber da ging es nur darum, wie viel Geld man bekommt." Als Teenager hatte sie ein besseres Deutschland ersehnt. Und war nun in diesem Dortmund gelandet.

Petry ist keine frustrierte Wendeverliererin, im Gegenteil. Sie hat in England und Göttingen Chemie studiert, promoviert, ist zurück in den Osten gegangen. Beim Orgelspiel in der Kirche lernte sie ihren späteren Mann kennen, den Gemeindepfarrer Sven Petry. Gemeinsam haben sie vier Kinder, sie ziehen sie in einem Dorf nahe Leipzig groß.

In all dem Trubel hat sie 2007 eine Firma gegründet. PURinvent stellt Kunststoffe für Reifen her, ein Patent ihrer Mutter. Sächsischer Gründerinnenpreis 2011, Verdienstmedaille des Bundesverdienstkreuzes 2012. Ein Leben in Zeitraffer. Ein Vorzeigeleben. Doch etwas fehlte ihr.

Als Petry sich am Abend der Niedersachsen-Wahl am 20. Januar mit Bernd Lucke traf, da schien sich die Gelegenheit zu bieten, ihren alten Traum zu erfüllen. Ihren romantisch-deutschen Traum eines irgendwie moralischeren, demokratischeren Landes. Lucke und sie beschlossen, eine Partei zu gründen. Die Frage ist jetzt, ob ihre neuen Parteifreunde dasselbe wollen wie sie.

Was Bernd Lucke will, scheint klar. Lucke, 50 Jahre alt, sitzt auf der Terrasse eines Restaurants mit Blick aufs Brandenburger Tor. Die Sonne scheint ihm aufs perfekt gebügelte weiße Hemd. Wenige hundert Meter vom Bundestag entfernt, beantwortet er Journalisten ruhig die immer gleichen Fragen. Seine Stimme ist fein, etwas hoch. Die Stimme eines Mannes, der gewohnt ist, dass Leute ihm zuhören.

Lucke will einer ängstlichen Öffentlichkeit erklären, warum ein Ende des Euro nicht ins Elend führe, ein Festhalten an der Gemeinschaftswährung aber schon. Der fünffache Vater aus Winsen an der Luhe bei Hamburg ist das Vertrauen erweckende Gesicht der AfD, er wirkt seriös bis zur Langweiligkeit. Seine Botschaft: Eine Rückkehr zu nationalen Währungen birgt zwar ein Ende mit Schrecken. Nach ein paar Jahren aber profitierten "die Südländer" von ihrer wieder gewonnenen Wettbewerbsfähigkeit. Dann regierten endlich wieder demokratisch gewählte Regierungen, nicht die gesichtslose, keinem Bürger verantwortliche "Troika". Das Ende des Euro als Dienst an der Demokratie.

Was aber will seine Partei noch?

Lucke wirkt, als habe er auf die Frage nur gewartet. Er setzt sich auf: "Wir fürchten, dass die Eltern sich ihrer Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder entledigt sehen." Anstatt ständig zu konsumieren, sollten sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. "Ich bin erstaunt, was Leute auf die Bänder im Supermarkt legen." Lucke ist ein Volkswirtschaftsprofessor, der weniger Konsum propagiert.

Herr Lucke, meinen Sie damit: Schlechtverdiener sollen weniger Xbox-Geräte kaufen und sich mehr um ihre Kinder kümmern?

Er überlegt kurz: "Ich würde das Wort ,Schlechtverdiener' 'rausnehmen." Finden Sie diese Sicht konservativ? "Das würde ich als konservativ bezeichnen." Ist das Konsens in der Partei? "Ja, ich glaube, das ist Konsens."

Wie die ostdeutsche Pfarrersfrau Petry, so steht auch der westdeutsche Protestant Lucke für eine sehr deutsche Art des Konservativismus. Für ein Bildungsbürgertum, in dessen Häusern Eltern und Kinder gemeinsam musizieren und beten. Familie und Glaube als Bollwerk gegen die Zumutungen einer chaotisch erscheinenden Moderne. Die neuen Bürgerlichen stecken in einem Dilemma: Sie wollen das Private vor dem Zugriff des Politischen retten, müssen dafür aber selbst politisch handeln.

Aber das Bildungsbürgertum war in Deutschland stets nur eine schmale Schicht. Seit den sechziger Jahren, seit Wirtschaftswunder und Vollbeschäftigung, prägt ein anderes Milieu die Bundesrepublik: die von Soziologen ausgemachte "nivellierte Mittelstandsgesellschaft". Der Sehnsuchtsort für Millionen Aufsteiger aus Bauern- und Arbeiterschaft. Eine neue Heimat für 50 Millionen Menschen, die sich nach mehr Wohlstand, Bildung und bezahltem Urlaub sehnten. Seit der Zeitenwende 1989 schrumpft diese Mittelschicht langsam, aber stetig, und seither wächst ihre Wut auf anonyme Mächte und die Furcht vorm sozialen Abstieg.

Krefeld ist eine Stadt, die ihre beste Zeit hinter sich hat. Ihre Einwohnerzahl schrumpft, ihr Durchschnittsalter steigt. Deswegen passt es ganz gut, dass die AfD hier mit einer großen Veranstaltung um Wähler wirbt.

Es ist Mitte Juni, die Krefelder profitieren gerade vom Hochwasser in Ost- und Süddeutschland. Die Rennbahnen der Konkurrenz sind abgesoffen, am Wochenende werden deshalb alle guten Jockeys und Pferde hier starten. Krefeld ähnelt in diesem Moment Deutschland, in das gerade Tausende gut ausgebildete Spanier, Italiener und Griechen ziehen, um der Krise in ihrer Heimat zu entfliehen.

Frauke Petry beobachtet aus müden Augen, wie der Saal sich füllt: viele grauhaarige Herren, manche begleitet von ihren Gattinnen, dazu ein paar jüngere Männer im Anzug, kaum junge Frauen. Rund 300 Besucher insgesamt. Am Morgen ist Petry wieder um halb sechs aufgestanden. Noch in der Nacht wird ein Parteifreund sie heimfahren, gegen halb drei wird sie zu Hause sein. Eines ihrer Kinder hat morgen Geburtstag.

Heute Abend sind die älteren westdeutschen Besucher durch den Nieselregen hierher gekommen, um einen anderen älteren Westdeutschen zu sehen: Hans-Olaf Henkel. Dabei ist der einstige BDI-Präsident und Talkshow-Dauergast nicht mal Parteimitglied. Der AfD-Spitzenkandidat für Nordrhein-Westfalen ruft ins Mikro: "Wir sind Ihr größter Fan!" Henkels Auftritt ist der Höhepunkt des Abends.

Henkel, aufrecht, etwas steif, fühlt sich sichtlich wohl am erhöhten Rednerpult. Das Publikum fragt er: "Wissen Sie, wer im Moment am meisten in Deutschland leidet" unter der sogenannten Euro-Krise? "Die Rentner und die Sparer." Applaus der Rentner und Sparer.

Henkels pflichtschuldiger Erklärung, auch er sei einst für den Euro gewesen, folgen die Schuldzuweisungen für die Krise. Die Griechen: "Ich habe nicht gewusst, dass die Griechen so gut türken können." Gelächter, Applaus. Die Troika: "Es ist offensichtlich auf nichts mehr Verlass." Die Kanzlerin: Die Rede von der Alternativlosigkeit "ist für mich ein Stück Volksverdummung". Die Medien: "Wenn hier Presse ist, dann werde ich schon wieder falsch zitiert." Nichts stiftet mehr Gemeinschaftsgefühl als geteilte Abneigungen.

Die Lösung hat Henkel natürlich auch parat: die wirtschaftlich kompetente AfD. "Wir haben es zum ersten Mal in der Geschichte dieses Landes mit einer Partei zu tun, die geführt wird von Leuten, die etwas von der Sache verstehen." Der Saal ist selig: Wir gegen die. Jetzt geht's los.

Als Henkel nach einer Stunde seine Rede beendet, sitzt Petry in der ersten Reihe und klatscht. Das Euro-Thema ist ihr nicht das wichtigste. Aber sie weiß, es sichert ihrer Partei Zuspruch und Öffentlichkeit.

Was genau aber will Petry? Was vermisst sie seit der Wendezeit in Deutschland?

Petry geht auf die Bühne, setzt sich zu den vier Männern, mit denen sie gleich diskutieren wird. Die Herren lehnen sich in ihren Sesseln zurück, Petry hockt vorn auf der Sitzfläche. Henkel doziert wieder, sagt mit Blick auf die einzige Frau: "Das ist wie früher bei Ihnen in der DDR." Petry senkt für einen Moment leicht den Kopf und lässt die Bemerkung abtropfen. Tief im Westen bleibt sie die exotische Ostdeutsche, obendrein als Frau unter vielen Männern. Sie klagt nicht darüber, sie beklagt sich nie. Was Petry will, formuliert sie stets positiv, wie ein Motivationscoach.

Fast jeden Satz beginnt sie mit "Ich glaube". "Ich glaube, wir merken in der Eurokrise, dass wir insgesamt mit unserem Land etwas machen müssen." Sie verheddert sich: "Und ich glaube, das Bauchgefühl bei vielen Menschen - auch wenn sie es gar nicht wissen - da nehme ich gerne Bezug auf unseren Namen, für den wir wirklich gekämpft haben … weil ich in Ost und West das Unbehagen darüber, das Wort ,Deutschland' ohne schlechtes Gewissen in den Mund zu nehmen, schon so stark ausgeprägt ist, dass wir da eine echte Aufgabe haben." Der Satz ergibt keinen Sinn, aber das Publikum versteht ihn. Applaus.

Petry greift das Mikrofon fester. "Ich glaube an dieser Stelle, dass an dieser Stelle der Fußball uns zeigt, wo das Bauchgefühl der Menschen sitzt. Und deswegen glaube ich: An dieses Bauchgefühl müssen wir appellieren. Vielleicht noch viel plakativer, vielleicht noch viel unakademischer, als wir gern sein wollen." Sie redet immer schneller. "Wir wollen gern korrekt sein. Gerade Bernd Lucke, den mag ich total dafür, dass er ist, wie er ist, dass er sich nicht verbiegen lässt. Aber wir müssen einfach auch das Bauchgefühl der Menschen aufnehmen. Und dann glaube ich, dass diese fünf Prozent eine sehr lösbare Aufgabe sind. Und weil ich glaube, deshalb stehe ich jeden Morgen um halb sechs auf." Frauke Petry lehnt sich zurück. Applaus.

Das Bauchgefühl also. Worin besteht dieses gefühlte Wissen der neuen Konservativen? Was fürchten, was wollen sie?

Sie eint ein tiefes Unbehagen gegenüber einer Welt, der der Überblick verloren gegangen ist. Wer ist verantwortlich? Wer einen Schaden verursacht, soll dafür haften müssen - auch wenn es mächtige internationale Banken sind. Im Plädoyer für eine Rückkehr zu nationalen Währungen steckt auch der Wunsch, die Welt wieder überschaubarer zu machen. Auch die Linkspartei sehnt den starken Nationalstaat zurück, Oskar Lafontaine fordert ein Ende des Euro. Alte Grenzen zwischen Linken und Rechten verschwimmen.

Zwei Wochen später. Frauke Petry lenkt ihren Wagen nach Markkleeberg bei Leipzig. Treffen der lokalen AfD-Mitglieder. Es ist kurz vor 18 Uhr. Nur leichte Augenränder. Ihr Tag hat wieder um halb sechs angefangen, die Kinder wecken. Danach ist sie in ihre kleine Firma gefahren. Ihr Mann ruft auf der Freisprechanlage an. Sie fragt: "Alles o. k. zu Hause?" - "Jo, jo, alles o. k."

Am Abend ist ihr Mann zum Essen bei einem Gemeindemitglied eingeladen. Sie wusste, worauf sie sich einließ, als sie einen Pfarrer heiratete. "Wochenende", sagt Petry beim Einparken, "das ist bei uns am Sonntagnachmittag von halb vier bis zum Abend." Es klingt stolz, nicht klagend.

Dunkle Holzvertäfelung an den Wänden, Stuck an den Decken. Im Nebenraum eines Restaurants sitzen Sympathisanten und Mitglieder der AfD. Petry hat ganz vorn Platz genommen. Hier ist sie nicht die Exotin, sondern die Chefin. Über Stunden besprechen die 19 Männer und sieben Frauen, die meisten über 50 Jahre, Wahlkampfdetails. Wer hängt wann wo wie viele Plakate auf? Petry macht den Leuten Mut: "Wir haben ja erfahrene CDU-Wahlkämpfer in unseren Reihen." Ihr gefällt die Idee, in Leipzig eine neue Montagsdemonstration zu starten. Wie damals, 1989 und 2003. Die Parteineulinge bringen Organisationstalent mit. Und jede Menge Wut.

Tagesordnungspunkt Sonstiges. Die Anwesenden erzählen reihum, warum sie zur AfD gekommen sind. Jeder soll sich auf drei Sätze beschränken, jeder sagt mehr. Udo Hochschild, ein Ex-Richter mit weißem Haar, beklagt die "Erosion" des Rechts, redet sich in Rage. Deutschland als juristisches Vorbild? Ach was. "Wir würden nicht mal die Beitrittsanforderungen für die EU erfüllen."

Danke, der Nächste, bitte. Ein muskulöser Polizist, der sehr ernst schaut, erklärt: "Ich bin über die Junge Freiheit hierher gekommen. Ich möchte nicht, dass meine Kinder zweisprachig aufwachsen wie in der DDR: das eine zu Hause sagen, das andere in der Öffentlichkeit." Frauke Petry nickt.

Neben ihr sitzt der örtliche AfD-Organisator, Roman Topp. 32 Jahre, Anzug, am Hemdkragen prangt das blaue Parteilogo. Draußen steht sein Porsche. Genervt sagt er: "'ne Homo-Ehe hier, 'ne Frauenquote da: Das sind doch nicht die wichtigen Themen. Darum bin ich bei der AfD." Ein Mitstreiter ruft ihm zu: "Und Sie haben die meisten Unterschriften gesammelt: toll!"

Alle wollen jetzt etwas loswerden. Eine Bankerin, ein Ingenieur, ein Augenarzt. Sie sprechen von allgegenwärtiger Falschheit, Postengeschacher und dem Wunsch, endlich "die Wahrheit" auszusprechen.

Ein Rentner, der nach der Wende in den Osten gezogen ist, sagt: "In den vierziger Jahren wird die Hälfte der europäischen Bevölkerung aus Moslems bestehen. Gegen die Kreißsaalwaffe ist nichts zu machen." Er schüttelt ratlos den Kopf. "Da könnense heute die Grenze dicht machen, das bringt nix."

Die neuen Konservativen, das sind Leute aus der nivellierten Mittelstandsgesellschaft, die Angst bekommen haben. Sie wissen vor allem, was sie nicht wollen. Ihre tiefe Verunsicherung ist ihre Überzeugung. Das Bauchgefühl dieser Menschen ist ein Magengrummeln.

Frauke Petry lächelt. Morgen wird sie wieder um halb sechs aufstehen.

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